Wir schreiben das Jahr 2003. Der Sommer ist brüllend heiß und wir - die Entwickler von netfielders websolutions - sitzen "im Schuppen". Das ist ein kleines Büro in einem Hinterhof in der Düsseldorfer Birkenstraße. Das Büro hat eine Fensterfront und eine Glastür sowie eine Größe von knapp 25qm. Ansonsten aber keine Fenster. Auch nur einen Hauch Durchzug und damit Abkühlung zu erzeugen, ist praktisch unmöglich. Die Sonne brennt auf die schwarze Dachpappe direkt über unseren Köpfen. Ab ca. 12:00 Uhr mittags ist effektives arbeiten eigentlich unmöglich. Eigentlich. An einer Wand hängt ein Entity-Relationship Diagramm in A0-Größe. Schließlich wollen Datenbankprojekte ja ordentlich geplant werden.
Um wenigstens im Mund für etwas Abkühlung zu sorgen, schicken wir Praktikant P. los, um für alle Eis zu holen. Die italienische Eisdiele befindet sich ca. 200m vom Büro entfernt. Nach etwa 20 Minuten kommt Prakti P. wieder, 6 Eishörnchen umständlich in den Händen balancierend, die Hälfte des Eis bereits weggeschmolzen. Das Eis läuft ihm über die Hände und tropft auf Boden, Hemd und Hose. Um wenigstens Schadensbegrenzung zu betreiben und das Abtropfen einzudämmen, leckt P. kontinuierlich seine von Eis überfluteten Handrücken.
Diese Szene sorgt für allgemeine Heiterkeit. Jeder ist natürlich davon ausgegangen, dass man sich bei diesem Wetter das Eis in Becher füllen und einpacken lässt. Das in der Masse empfindlich dezimierte Eis ist aber trotzdem lecker und man läßt es sich schmecken.
Gerade mal ein Jahr ist es her, dass TYPO3 aus dem Beta-Stadium heraus ist. Die meisten haben von TYPO3 noch gar nichts gehört, doch "im Schuppen" sitzen bereits die ersten Experten auf diesem Gebiet. Hier werden - auch unter Extrembedingungen - TYPO3-Projekte für namhafte Großkunden erstellt, darunter BASF IT-Services, Bitburger oder Volkswagen Coaching.
Zu diesem Zeitpunkt ist netfielders websolutions die führende TYPO3-Agentur. Für einige Jahre hostet netfielders typo3.org und gehört damit lange Zeit zu den Top-Sponsoren des Projekts. Bereits 2003 werden im Schuppen Innovationen ersonnen, die das Arbeiten mit TYPO3 erleichtern. So etwa eine javabasierte Typoscript-IDE, die auch in TYPO3-Büchern voller Vorfreude Erwähnung finden.
Mit der Übernahme von netfielders durch eine Agentur endete 2005 diese beschauliche, freundliche und kreative Szenerie.
Um aber den Geist von netfielders weiterzuführen gründeten Hendrik Becker und Udo Butschinek im Jahr 2006 - wenn man so will als Spin-Off - ZIMMER 19.